Indien (Mumbai), die ersten Tage

Oha, drei Tage bin ich bereits wieder in dem Land der Superlative. Zig Amtsprachen, Menschen, soweit das Auge reicht, beinahe Harakiri begehende Autorikscha Fahrer und Müll soweit das Auge reicht.

Zurück auf den Anfang. 9. Januar, 5 Uhr morgens, Mumbai International Airport. Die Ankunft ist problemlos.

Der Plan ist den Zug am Mittag nehmen. Direkt in den Süden Bangalore. Habe nur Waitlist Tickets. Heisst, vielleicht, oder auch nicht. In meinem Fall Nein.

Planänderung,  zwei Tage Mumbai, zwei Tag Dreck und Müll, was solls. Im Internetcafe ein günstiges Hotel gesucht, und erst mal gleich wieder 50 min durch die Stadt gekurvt.
Ziemlich weit weg, fahr einfach, ich will schlafen. Was ich auf Grund des Schlafmangel der vorangegangenen Tage auch ausgiebig tue.

Nächster Tag, Feuerprobe Indien. Fahrt im Bus zum Bahnhof. OK, ging klar, man muss ja nur während der Fahrt aufspringen. Tickets am Schalter kaufen auch. Zwei Fahrten für 24 Cent. Tja, und dann das, was man halt so als Bild von Indien im Kopf hat. Der Zug kommt, alle stürmen los und drücken was der Nachbar aushält. Türen gibt’s keine, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, passt das schon. Ne Erfahrungen. Und interessanter als Rickscha fahren.

image

Also, (schnell) im Süden noch im riesigen Victoria Terminal mein Ticket besorgt, nein keine Air-Con, zweite Klasse. Sleeper Class 35h Stunden direkt bis nach Madurai, noch nie so lange am Stück zu gefahren.

Aber erst noch mal eine Nacht in Mumbai ordentlich schlafen und den Abreisetag am Strand verbringen. Eigentlich wollte ich eine in Google Maps verzeichnete Fähre benutzen, aber da ist definitiv kein Hafen. Egal, gut essen für knapp zwei Euro.
image

Am Strand treffe ich Lucky aus der Region Ratjastan, eigentlich studiert er, war früher Fremdenführer. Heute verkauft er gelegentlich Kram am Strand. Wir kommen ins Gespräch, ich erzähle von meinem Plänen eine Sim Karte zu kaufen. Er hilft. Denn neben Passfotos braucht man Kopien vom Ausweis und Reisepass und ein Wohnort, denn ich nicht habe. Aktiviert ist das Teil irgendwie noch nicht. Aber no Problem, wird noch. Und ich habe so ein traditionelles Gewand gekauft. Irgendwie glaube ich, dass er da Provisionen oder so bekommt, war nichts aufdringliches, aber er wollte am Ende nicht mal mehr eine Postkarte verkaufen.
image

Wie dem auch sei, ich glaube, die ersten Tage habe ich mich nicht ganz schlecht geschlagen. Jetzt noch mal schnell die Mails für die nächsten Tage checken und ab in den Zug.
image

Und wie sind jetzt die 35 Stunden? Der ich-fahr dich-einmal-durchs-ganze-Land-für-6-Euro Zug? Verdammt unspektakulär. Opa und Oma mit Enkelkind. Sprechen so gut wie kein Englisch. Sowie schweigsame Typen. Können Englisch, entsprechen aber nicht dem Klischee der kommunikativen Inder. Lieber Film auf Laptop und Musik aufm  Smartphone. Wie in Deutschlandland. Tja und so rumpeln wir nun Indien. Essen, trinken, schlafen, lesen, Texte schreiben. Und wieder schlafen. So ist das Leben bisher. Die kommenden Tage werden spannender.

Treffen mit meinen beiden Freunden aus Ulm in Madurai, weiterreisen nach Colombo, Sri Lanka. Das wird interessant, denn ich habe noch keine Ahnung.

Written by:

One Comment

  1. […] Die ersten Tage auf dem indischen Subkontinent waren anstrengend. Die ersten fünf Tage vergingen wie im Flug, obwohl ich 35h im Zug verbrachte. Viel Fotos sind nicht übrig geblieben, die es wert wären sich dran zu erinnern. Das Material auf meiner Festplatte ähnelt meinen Erinnerungen – Bilder von Autos, Rikschas und Menschen. Sehr vielen Menschen. Aber nur wenige sind es vielleicht wert her gezeigt zu werden. Hier sind die ersten fünf Tage Indien. Mehr schriftliches hier: Die ersten Tage […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *